Der Weg zur Hochzeit

Jede Liebe ist einzigartig. Wenn Sie alle Paar, die sich kennen, fragen, wie Sie sich kennengelernt haben, werden Sie so viele verschiedene Geschichten hören, wie Sie Paar kennen. Und doch erkennt man im rückblickend immer ein ähnliches Muster, das wir den “Weg zur Hochzeit” nennen wollen. Zuerst müssen sich die Liebenden natürlich kennen lernen. Das passiert auf ganz verschiedenen Wegen. Viele Paare lernen sich am Ausbildungsplatz oder im Berufsleben kennen, andere werden von gemeinsamen Freunden “verkuppelt”, wieder andere finden ihr Glück über Partnervermittlungen oder auch im Internet. Wenn für beide klar ist, dass sie das Leben gemeinsam meistern wollen, kommt der Hochzeitsantrag. Meist kommt er vom Mann, aber das ist heute kein Muss mehr. Wird der Antrag angenommen, gilt man offiziell als verlobt, und viele bekunden dies auch mit Verlobungsringen. Übrigens sieht auch die Rechtsprechung die Verlobung als eine Vorstufe der Ehe an. Platzt zum Beispiel die Verlobung, so besteht in Einzelfällen die Möglichkeit, gemachte Geschenke zurückzufordern oder sonstwie entschädigt zu werden. Eine Verlobung ist also bereits eine wirksame Willenserklärung.

Dann kommen die Vorbereitungen für die große Show. Manche genießen dabei die Unterstützung von Familie und Freunden, andere bevorzugen professionelle Hochzeitsplaner. Eine ganz wichtige Sache ist natürlich der Kauf des Brautkleids. Und auch die Eheringe bzw. Trauringe sind von großer Bedeutung, immerhin will man diesen Ring sein Leben lang tragen. Zu guter letzt sollte man sich auch noch um die Hochzeitseinladungen für den großen Tag kümmern, denn wer will schon alleine feiern?

Bevor es ernst wird, passiert für gewöhnlich der Junggesellenabschied. Mann und Frau genießen zum offiziell letzten Mal einen Abend mit den engsten Freunden und machen einen drauf. Das muss nicht unbedingt der Besuch eines Strip-Lokals sein, manche machen einen Städtetrip mit Schnitzeljagd, andere gönnen sich einen Fallschirmsprung, ein Wellness-Wochenende oder ein verrücktes Erlebnis. Hier ist erlaubt, was gefällt, und zwar was denjenigen gefällt, die im Mittelpunkt der Hochzeit stehen.

Der Polterabend ist ein nettes Ritual, das heutzutage eher Ritualcharakter als praktischen Grund hat: Es geht darum, überflüssig gewordenes Geschirr zu zerstören, um Platz für das neue, gemeinsame zu machen. Hier feiern Braut und Bräutigam gemeinsam und es geht laut her – es ist hoffentlich das letzte Mal, dass Teller in dieser Menge an die Wand fliegen.

Nach den Kindereien wird es richtig ernst, und gediegen: Die Hochzeit steht bevor. Dieser ganz besondere Tag im Leben läuft niemals reibungslos ab, diese Vorstellung kann man gleich ad acta legen. Aber es kann ein sehr schöner, auch der schönste Tag im Leben werden, wenn man ein paar wichtige Kleinigkeiten beachtet.

Nach der ganzen Aufregung fahren die meisten Paar in ihre wohlverdienten Flitterwochen. Wohin sie reisen, entschieden sie in der Regel selber und gemeinsam. Die erste Regel hier: Gute Flitterwochen sind ungestörte Flitterwochen.